Winterhallenrunde/Herren 2 beenden Saison mit Remis

By | 2. März 2016

Remis zum Saisonende TV Liedolsheim 2 erspielt sich Zähler in Bad Schönborn/Überraschender Einsatz für Florian Heininger

Bad Schönborn. Zum Ende der Hallenrunde erreichte die zweite Herrenmannschaft des TV Liedolsheim ein leistungsgerechtes Unentschieden gegen ihr Pendant vom TC Bad Schönborn. Am vergangenen Samstag flogen ab 19 Uhr die Filzkugeln über das Netz, doch bis nach Mitternacht konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen, so dass man sich mit 3:3 trennte. Für Liedolsheim eröffneten Arthur Demange und Dennis Hubbert. Demange fand gleich gut ins Spiel und konnte Ball und Gegner zumeist kontrollieren. „Ja, es lief doch sehr gut für mich. Mit meiner Leistung kann ich heute zufrieden sein“, so das Nachwuchstalent. Mit 6:1 6:1 bezwang er seinen Widersacher und sorgte bei den Zuschauern so für rundum zufriedene Gesichter. Trainer Frederick von Au fand dennoch ein Haar in der Suppe: „Arthur hat wirklich gut gespielt, keine Frage. Aber die Qualität und Effektivität seiner Stopbälle ließ doch sehr zu wünschen übrig. Das war nicht gut.“ Dennoch gab von Au zu, dass dies auch ein Gütesiegel sei, wenn man an so feinen Schrauben drehen müsse. Ähnlich deutlich war auch das Ergebnis bei Hubbert – allerdings in die andere Richtung. Die Nummer vier der Liedolsheimer fand nur schwer in die Partie und hatte einen Gegenüber, der Hubberts Fehler immer wieder zu nutzen wusste. Nach dem 0:6 im ersten Satz wurde es im zweiten Durchgang etwas enger, doch auch diesen verlor Hubbert mit 1:6, wenngleich das Ergebnis insbesondere im zweiten Satz deutlicher als der Matchverlauf war. „Ich habe mich einfach nicht so gut gefühlt. Man muss auch einfach sehen, dass ich momentan doch eher selten spiele. Diese mangelnde Spielpraxis wirkt sich dann eben einfach aus. Dennoch tun mir auch diese Spiele gut, wieder in den Rhythmus zu kommen“, meinte der Hubbert. Mit dem Spielstand von 1:1 ging es in die nächste Runde. Im Spitzeneinzel schlug Joachim Butzer für den TVL auf und dieser machte seine Sache insgesamt auch gut. Mit 6:3 6:3 konnte er am Ende in einem ansehnlichen Spiel einen souveränen Sieg einfahren. Dementsprechend zufrieden gab sich danach auch der Spitzenspieler: „Man kann nicht meckern. Bei 5:1 im zweiten Satz tat ich mich etwas schwer, das Match zu beenden, aber das habe ich dann zwei Aufschlagspiele ja nachgeholt.“ Das Match bot neben der spielerischen Unterhaltung auch sonst kuriose Szenen, so z.B. einen kurzfristigen Schlägertausch der beiden Kontrahenten. Derweil spielte sich auf dem anderen Platz im letzten Einzel ein Drama ab. Yannick Kraus hatte den ersten Satz mit 0:6 verloren, doch dank großartigem kämpferischem Einsatz konnte er das Spiel im zweiten Durchgang ausgeglichen gestalten. Als es in die entscheidende Phase ging, wackelten beide Spieler, legten dem Spiel strenge taktische Fesseln an und versuchten fortan, jeden Fehler zu vermeiden. Die Konsequenz daraus waren faszinierend lange Ballwechsel, bei denen auch nach dem 35. Schlag weder ein Ende in Sicht noch abzusehen war, wer denn nun den Punkt machen würde. Das Match ging im zweiten Satz in den Tiebreak und in dem unterlag Kraus nach knapp zwei Stunden, so dass am Ende ein 0:6 6:7 aus Sicht des Liedolsheimers stand. „Schön war es sicher nicht anzusehen, was wir gespielt haben. Aber die Taktik, keinen Fehler mehr machen zu wollen, stand eben ab dem zweiten Satz im Vordergrund. Es hat leider nicht gereicht“, gab ein sichtlich erschöpfter Kraus zu Protokoll. Trainer von Au entschied dann mit Blick auf die starke Ermüdung Kraus‘, einen Spielerwechsel vorzunehmen. Für diesen rückte Florian Heininger, der das Geschehen bisher als Zuschauer verfolgt hatte, bereitwillig in die Mannschaft. Ausgestattet mit Schuhen, Hose, Shirt und Schläger konnte Heininger, der seine Sachen zu Hause gelassen hatte, motiviert mit Doppelpartner Demange den Platz betreten. Beide harmonierten im Spitzendoppel schnell und gewannen in einer engen Partie den ersten Durchgang mit 6:4. Im zweiten Satz gab es aber einen kleinen Bruch im Spiel der zwei Liedolsheimer Athleten, den die Bad Schönborner zum Satzgewinn nutzen konnten. Im Match-Tiebreak waren Demange und Heininger früh in Rückstand kämpften sich aber nochmals heran und hielten das Spiel bis zum Ende offen. Mit 6:4 3:6 8:10 mussten sich das Duo schließlich aber geschlagen geben. Nicht minder spannend war es im anderen Doppel. Dort hatten Joachim Butzer und Dennis Hubbert zunächst Probleme, was prompt mit dem Satzverlust bestraft wurde. Im zweiten Durchgang fanden die Spieler aber immer besser zu ihrem Spiel und konnten sich in den Match-Tiebreak spielen. In diesem wogte das Spiel hin und her, kein Duo konnte sich entscheidend in Führung bringen. Im Gegensatz zu Heininger/Demange hatten aber nun die Liedolsheimer das besser Ende für sich. Zwei Punkte von Butzer sorgten für den Sieg (3:6 6:4 11:9). „Insgesamt geht das Unentschieden in Ordnung. Wir sind natürlich etwas enttäuscht, denn wir hätten mindestens ein 4:2 gebraucht, um den letzten Platz noch zu verlassen. Aber wir können trotzdem zufrieden mit der Winterrunde sein. Wir haben ja häufig sehr unterschiedliche Aufstellungen gehabt. Es gab für unsere Spieler reichlich Matchpraxis, die im Sommer sicherlich von großem Nutzen sein kann. Darum geht es ja im Endeffekt im Witer, der Tabellenplatz hat hier keine Priorität“, zog von Au ein insgesamt ordentliches Fazit zu den Spielen der letzten Monate. Damit ist für zwei der drei Liedolsheimer Teams die Winterrunde vorbei, nur noch die Herren 1 haben ein Spiel zu absolvieren. Da erwartet die Mannschaft um Kapitän Frederick von Au eine leichte Aufgabe in Durlach: Da die Durlacher turmhoch favorisiert sind, haben die TVL-Akteure dort nichts zu verlieren und können nach dem gesicherten Klassenerhalt ganz entspannt auftreten.